πŸ“„ Hardware & Aufbau

1. Komponenten

Anz.KomponenteHinweis
1Adafruit MatrixPortal S3ESP32-S3 mit 8 MB Flash, HUB75-Steckplatz direkt auf der Platine, Onboard-Lagesensor (LIS3DH), Onboard-Lichtsensor, Up/Down-Tasten, USB-C. Standardplattform seit September 2026.
2LED-Panel P2/P2.5, 64Γ—32 Pixel, HUB75, 1/16 ScanZwei Panels ΓΌbereinander ergeben die logische 64Γ—64-Anzeige (Standard-Bauform). Alternativ ein 64Γ—64-Panel mit 1/32 Scan (siehe Bauformen).
1Panel-Datenkabel (HUB75, 16-polig)Verbindet Panel 1 (Ausgang) mit Panel 2 (Eingang); Panel 1 sitzt direkt am MatrixPortal.
1Panel-Stromkabelsatzliegt den Panels bei; beide Panels bekommen Strom
1USB-C-Netzteil β‰₯ 3 A (5 V)versorgt ΓΌber den MatrixPortal die Panels mit
opt.EC11-Drehencoder mit Tasteran A1/A2/A3 des MatrixPortal – AusfΓΌhrung Β«mit DrehknopfΒ»
opt.3D-gedrucktes GehΓ€use mit DiffusorMarois-Builds-Design

Hinweis: Γ„ltere GerΓ€te laufen auf einem ESP32-S3 DevKit (Waveshare N8R8) mit separater Verdrahtung. Diese Variante wird per eigenem OTA-Kanal weiter mit Updates versorgt, aber nicht mehr neu gebaut. Die Pinbelegung beider Varianten steht in Β«Technische Daten & ReferenzΒ».

2. Der MatrixPortal S3

Der MatrixPortal S3 ist ein Controller-Board, das direkt auf den HUB75-Eingangsstecker des Panels gesteckt wird – keine Dupont-Kabel, keine Pegelwandler, keine Verwechslungsgefahr bei der Verdrahtung. Das Board bringt mit:

  • ESP32-S3 (Dual-Core, WLAN 2,4 GHz, 8 MB Flash) – rendert die Anzeige per DMA und betreibt das Webinterface
  • LIS3DH-Beschleunigungssensor auf IΒ²C (GPIO 16/17) – erkennt die Einbaulage und dreht das Bild automatisch
  • Lichtsensor auf einem Analogpin (GPIO 5) – Grundlage der automatischen Helligkeit
  • Up- und Down-Taste (GPIO 6 / 7) – Werksreset (beide 10 s halten) und Diagnose
  • Analog-/GPIO-Leiste A0–A4 – hier wird bei der Drehknopf-AusfΓΌhrung der EC11-Encoder angeschlossen (A1 = Kanal A, A2 = Kanal B, A3 = Taster)
  • Stromklemmen fΓΌr die Panel-Versorgung: Der Panel-Strom lΓ€uft nicht ΓΌber die Leiterbahnen des ESP32, sondern ΓΌber die dafΓΌr ausgelegten Klemmen des Boards

Die Firmware prΓΌft beim Start, welche Sensoren und Bedienelemente vorhanden sind. Fehlt z. B. der Drehknopf, verschwinden die zugehΓΆrigen Einstellungen aus dem Webinterface. Ein IΒ²C-Bus-Recovery beim Start fΓ€ngt hΓ€ngende Sensoren ab.

3. Panel-Bauformen

BauformPanelsScanE-LeitungEinstellung
Doppelpanel (Standard)2Γ— 64Γ—32, ΓΌbereinander1/16 (A–D)nicht angeschlossen – bei 64Γ—32-Panels liegt an Steckerpin 8 MasseSystem β†’ Panel-Aufbau: Β«2Γ— 64Γ—32Β» (zwei Varianten, je nach Kettenrichtung)
Einzelpanel1Γ— 64Γ—641/32 (A–E)zwingend – ohne E zeigt das Panel nur doppelte, versetzte BildhΓ€lftenSystem β†’ Panel-Aufbau: Β«1Γ— 64Γ—64Β»

Beim Doppelpanel fasst die Firmware beide Panels ΓΌber eine virtuelle Matrix (VirtualMatrixPanel) zu einer 64Γ—64-FlΓ€che zusammen. Zeigt die untere HΓ€lfte nach dem Umschalten auf dem Kopf, ist die andere 2Γ—-Variante die richtige.

Hinweis: Panels mit FM6126A-Treiber-ICs brauchen eine explizite Treiber-Initialisierung; Panels aus anderen Fertigungsgenerationen eine andere Taktphase (System β†’ Panel-Taktphase Β«KlassischΒ»). Beides ist in der Firmware vorgesehen – siehe Fehlerbehebung.

4. Verdrahtung

4.1 MatrixPortal S3 (Standard)

  1. MatrixPortal auf den Eingangsstecker von Panel 1 stecken (der Pfeil auf der Panelplatine zeigt die Datenrichtung – den Stecker verwenden, von dem der Pfeil wegzeigt).
  2. HUB75-Flachkabel vom Ausgang von Panel 1 in den Eingang von Panel 2.
  3. Panel-Stromkabel an die Stromklemmen des MatrixPortal und an beide Panels (rot = +5 V, schwarz = GND).
  4. USB-C-Netzteil an den MatrixPortal.
  5. Drehknopf-AusfΓΌhrung: Encoder A β†’ A1, B β†’ A2, Taster β†’ A3, GND β†’ GND.

4.2 HUB75-Steckerbelegung (Blick auf den Eingangsstecker)

        β”Œβ”€β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”
   R1   β”‚ ● 1      2 ●  β”‚  G1
   B1   β”‚ ● 3      4 ●  β”‚  GND
   R2   β”‚ ● 5      6 ●  β”‚  G2
   B2   β”‚ ● 7      8 ●  β”‚  E  (64Γ—64) / GND (64Γ—32)
   A    β”‚ ● 9     10 ●  β”‚  B
   C    β”‚ ● 11    12 ●  β”‚  D
   CLK  β”‚ ● 13    14 ●  β”‚  LAT
   OE   β”‚ ● 15    16 ●  β”‚  GND
        β””β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”€β”˜

5. Stromversorgung

  • Die Panels werden ΓΌber die Stromklemmen versorgt – nie ΓΌber den USB-Port eines Entwicklungsboards, dessen Leiterbahnen sind nicht fΓΌr mehrere Ampere ausgelegt.
  • GND von Netzteil, Panels und Controller mΓΌssen verbunden sein (gemeinsame Masse).
  • Ein 64Γ—64-Bild in Vollweiss zieht bei 100 % Helligkeit kurzzeitig 2–4 A. Das Netzteil sollte deshalb mindestens 3 A liefern; die Werkshelligkeit liegt bei 80 %.
  • Die Firmware schΓ€tzt vor jedem Bild den Weissanteil und drosselt die Helligkeit, bevor eine schwache Quelle einbricht (Schutz statt Absturz).

⚠️ Achtung: USB-C-Netzteile mit Power Delivery handeln 5 V nur bis 3 A aus. LadegerΓ€te mit Β«Quick ChargeΒ»-Automatik kΓΆnnen bei falscher Aushandlung hΓΆhere Spannungen liefern – nur Netzteile mit sauberer 5-V-Stufe verwenden.


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